Wie gut funktioniert eigentlich Wahlwerbung?

Wie gut funktioniert eigentlich Wahlwerbung?

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Wahlversprechen allerorten.

Sie hängt wieder: Die Wahlwerbung mit den Wahlversprechen aller Parteien. Zumindest in allen Landstrichen, in denen im Super-Wahljahr 2017 schon jetzt Wahlen anstehen (oder anstanden). In Kürze wird das ganze Land für die Bundestagswahl partei-bunt plakatiert sein. Auf der Straße beobachtet man Menschen, die im Vorübergehen die Plakate betrachten, teilweise stehen bleiben und die vielen Wahlversprechen studieren. Aber was denken sie? Wir sind dem Thema auf den Grund gegangen.

Wahlplakate im Wählerurteil

Wir haben (potentielle) Wähler deutschlandweit repräsentativ ausgewählt und sie gebeten, sechs Plakate zu bewerten und zu kommentieren. Wir schauen hier nur auf einen Ausschnitt der aktuellen Wahlplakate in NRW; nämlich jeweils ein, zufällig ausgewähltes Plakat der sechs Parteien: SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Die Linke und die AfD. Bewertet wurden die Plakate sowohl von NRW-Bewohnern als auch von Menschen in allen anderen Bundesländern mit dem Hinweis, dass sie ihr Urteil für die Parteien und die anstehende Bundestagswahl generell geben sollen. Die Plakate haben zwar teilweise Landesbezug sind aber im Wesentlichen übertragbar auf die Arbeit der Parteien in der Bundespolitik.

Das Ergebnis ist hochspannend. Erkunden Sie es selbst mit unserer Slider-Grafik. Grüne Bereiche bedeuten im wesentlichen Zustimmung auf dem markierten Bereich. Rote Felder sind Ablehnung oder auch Verständnisfragen. Umgesetzt wurde die Erhebung mit dem CoCreation-Tool VisualConceptMapping.

Meinungen verstehen

Warum Markierungen in grün oder rot gesetzt wurden? In der Zusammenfassung sehen wir – mittels Textmining – was hinter dem Urteil der Wähler steckt. Kein Wahlplakat wird durchweg positiv beurteilt. Das sieht man auch an den Ampelfarben links. Gelb bedeutet, dass das Urteil zwischen positiven und negativen Aussagen im wesentlichen ausgeglichen ist. Das Ratio drückt aus, wie das Verhältnis von Positiven zu negativen Aussagen ist. Ein negativer Wert bedeutet, dass es mehr negative Statements gab. Bei der AfD fällt dieses Urteil deutlich aus. Sie hat als einzige Partei ein negatives Gesamtvotum. Nichtsdestotrotz erkennt man, dass es auch hier positive Aussagen gibt. Die Verwendung eines Mädchens auf dem Motiv, wird zwar von Vielen kritisiert, kommt aber insgesamt auch positiv an.

 

Eine Zusammenfassung aller Kommentare gibt schnell Aufschluss über die Inhalte

 

Details erkunden

Erkunden Sie den Bericht auch selber im Detail: per Klick in den Online-Report. Diese Studie wurde von Dialego und Lightspeed GMI durchgeführt.

Im vergangenen Monat haben wir die Menschen gefragt, wie sie zu Fake News stehen und ob sie glauben, solche zu erkennen. Lesen Sie mehr.

Wenn Sie die Frage interessiert, wir Sie mittels Textmining schnell und sinnvoll Textmengen verdichten, dann lesen Sie meine (visuelle) Analyse zur Trump-/Clinton-Debatte vor der US-Wahl.

Mehr?

Gerne präsentieren wir Ihnen auch Details zu dieser Studie in einer Webkonferenz.

Wir können Ihnen helfen, Ihre innovativen Ideen zu konkretisieren und zu verwirklichen!

 

 

 

 

Andera Gadeib
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CEO

Andera Gadeib ist Gründerin und CEO von Dialego. Die Wirtschaftsinformatikerin ist seit vielen Jahren etablierte Expertin zu Fragen der Digitalisierung. Unter anderem ist sie berufenes Mitglied im Beirat Junge Digitale Wirtschaft im BMWi und Vorständin des Bundesverbands IT-Mittelstand bitmi.

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